Roys Peak – Wanderung auf den Gipfel

Der Roys Peak ist wohl einer der bekanntesten Wanderungen im Süden des Landes. Wir müssen auf dieser 8 Kilometer langen Strecke ungefähr 1.228 Höhenmeter zurücklegen, um auf dem 1.578 Meter hohen Roys Peak anzukommen.

Die einen sagen, dass der Weg nach oben super schwierig ist, andere wiederum sagen, dass der Weg voll easy sei. Ist es am Ende etwas in der Mitte? Wir wollen unsere eigene Erfahrung machen, gehen daher morgens um 9:00 Uhr hoch und nehmen Dich mit auf unsere Wanderung zum Roys Peak.

Anreise und Parken

Von der Stadt Wanaka aus, sind es lediglich ein paar Minuten mit dem Auto. Wir haben auf dem Campingplatz Wanaka Lakeview Holiday Park mitten in Wanaka übernachtet, was für uns ein guter Ausgangspunkt war, um morgens Richtung Parkplatz zu fahren.

Roys Peak Track Parking, Mount Aspiring Road (Nordwestlich von Wanaka)

Der Parkplatz ist kostenfrei. Auf der Straße darf nicht geparkt werden. Es machen trotzdem viele, wenn der Parkplatz voll ist. Wie streng es kontrolliert wird und ob es ein Knöllchen gibt, wissen wir nicht. Wir waren um 8:00 Uhr hier und der Parkplatz war bereits halb voll und füllte sich langsam weiter. Es gibt aber auch einige Wanderer, die von oben den Sonnenaufgang sehen wollen, d.h. sie fahren wahrscheinlich auch frühzeitig wieder weg. Wir waren am Ende der Sommer-Hauptsaison dort. 

Wissenswertes zur Wanderung

Bezahle die Tracking Fee

Die Wanderung zum Roys Peak führt durch privates Land. Auch wenn das Parken kostenfrei ist, wird man gebeten vor Betreten des Tracks Geld zu bezahlen. Dies erfolgt auf Vertrauensbasis und sind lediglich NZD 2 (1,17 €) pro Person. Da bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone und wenn wir dafür diesen Wanderweg nutzen können, umso schöner.

Schild mit der Bitte die Tracking Fee vor der Wanderung zum Roys Peak zu zahlen

Alles Wissenswerte zur Wanderung und aktuelle Informationen, findest Du auf der offiziellen Homepage des neuseeländischen Department of Conservation.

Du bist Dir noch unsicher, was Du für die Reise einpacken solltest? Vielleicht hilft Dir unsere Packliste weiter, die wir speziell für eine Neuseelandreise optimiert haben.
Gelber Pfeil

Die Wanderung zum Roys Peak

Zum Roys Peak sind es 1.228 Höhenmeter

Bereits auf den ersten Metern zeigt der Weg uns, dass er es ernst meint. Es geht sofort in einer guten Steigung nach oben und erst einmal ist kein Ende in Sicht. Es wird kontinuierlich mal steiler, mal etwas weniger. Nun ja, wir müssen ja irgendwie unsere 1.228 Höhenmeter zurücklegen.

Wir kommen recht zügig aus der Puste, weshalb wir des Öfteren ein kurzes Päuschen einlegen. Während der Pausen genießen wir den Ausblick, den wir von der ersten Minute an haben. Und umso höher wir kommen, desto schöner ist er.

Traumhafter Ausblick auf dem Wanderweg zum Roys Peak
Edgar macht auf dem Weg zum Roys Peak eine Pause

Aber eines ist bereits nach der ersten Stunde für uns klar: Ein total einfacher Wanderweg ist das nicht, zumindest nicht für uns. Man merkt, dass Einige fitter sind als die Anderen, aber der Großteil schnauft genauso wie wir.

Der serpentinenartige Weg auf den Roys Peak

Ich bin ehrlich, ich lege lieber viel mehr Kilometer zurück, um irgendwo anzukommen, als ein stetiges und steiles bergauf zu haben. Ein bisschen Abwechslung fehlt hier, denn der Weg ist fast immer gleich und gefühlt auch endlos. Schaue vielleicht nicht unbedingt nach oben, denn wenn Du siehst wo andere Wanderer langlaufen und Du demnach weißt was Dich noch erwartet, motiviert das vielleicht nicht so richtig.

Die Wanderung zum Roys Peak führt uns durch dichte Wolken
Ein Teil des Wanderweges mit anderen Wanderern auf dem Weg zum Roys Peak

Beim Hochlaufen hat sich langsam eine Wolke oben am Peak festgesetzt und wir konnten die Spitze nicht mehr sehen, sodass wir den Weg auch gar nicht mehr abschätzen konnten. Hat vielleicht den Vorteil, dass wir nicht sehen wie viel wir noch vor uns haben. Aber man hat eher etwas schiss, dass man den ganzen Weg auf sich nimmt und wegen der Wolke am Ende keine gute Sicht mehr hat. Trotzdem ist es spannend, wie nah man den Wolken doch kommt.

Coromandel Peak - Der erste richtige Lookout

Es geht immer höher und höher und die Wolke, die sich vorher festgesetzt hat, löst sich allmählich auf und wir können den ersten Lookout sehen (hier in der Nähe gibt es übrigens die nächsten Toiletten)! Das gibt noch einmal den nötigen Motivationsschub, um die letzten steilen Kurven zu meistern. Oben angekommen machen viele Rast und auch wir ruhen uns ein paar Minuten aus, bevor es weitergeht.

Katy steht kurz vor dem ersten Lookout und schaut sich das Informationsschild an
Katy steht unmittelbar am Ende des ersten Lookouts auf dem Weg zum Roys Peak

Am Roys Peak angekommen

Der letzte Weg hat es für uns noch einmal in sich. Es geht noch einmal steil hoch, Kurve um Kurve, bis wir an immer kleinen Lookouts halt machen. Einer sieht schöner aus als der andere, bis wir nun endlich oben sind! Der Weg hat sich gelohnt und wir sind sehr stolz auf uns.

Oben sind nicht viele Menschen und es ist ruhiger als unten am Lookout. Dabei ist die Sicht von hier oben noch schöner. Aber wir beschweren uns nicht, wir mögen es, wenn es nicht so überfüllt ist.

Nachdem wir oben knapp zwei Stunden verbracht haben, treten wir den Rückweg an. Eigentlich haben wir gedacht wir bleiben bis zum Sonnenuntergang, aber es wurde plötzlich recht windig und kalt. So laufen wir noch im Hellen runter und genießen den Sonnenuntergang von unten.

Vom Roys Peak wieder bergab

Die über 1.200 zurückgelegten Höhenmeter müssen natürlich wieder runtergelaufen werden und darauf haben wir irgendwie keine allzu große Lust. Anfangs ist es noch recht einfach, aber irgendwann ist auch diese ständig gleichbleibende Bewegung anstrengend und etwas mühselig.

Aber auch das meistern wir und es war ein aufregender Tagestrip, der einiges von uns abverlangt hat. Aber: Es hat sich definitiv gelohnt!

Unser Fazit nach der Wanderung

Ob er schwer war? Wir sind bei Weitem keine Meister in Kondition und Fitness und wir persönlich empfanden ihn als schwer, aber machbar. Mit einigen kleinen Pausen zwischendurch schafft man es in einem für uns guten Tempo, auch wenn es andere vielleicht zu langsam finden.

Nehme Dir die Zeit die Du brauchst, keiner gewinnt einen Preis für Schnelligkeit und keiner lacht Dich aus, wenn Du langsamer bist. Am Ende bist Du der „Gewinner“, weil Du es geschafft hast und oben noch gut genießen kannst, weil Du mit Deinem eigenen Tempo nicht aus dem letzten Loch pfeifst und zudem auf den Fotos noch gut aussiehst.

Das Schwierigste an der Wanderung

Das Schwierigste für mich war die stetig gleichbleibende Bewegung und keine Abwechslung, weder nach oben noch nach unten. Als „Entschädigung“ bekommst Du aber immer eine schöne Aussicht und das hat immer wieder sehr viel gut gemacht. Spätestens als wir oben angekommen sind, ist jeder Tropfen Schweiß vergessen und man genießt die tolle Aussicht! Die Wanderung zum Roys Peak ist auf alle Fälle lohnenswert und wir garantieren Dir den einen oder anderen Wow-Moment.

Noch ein paar Eindrücke

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