Sparen in Neuseeland – Unsere Tipps

Auch in Neuseeland muss es doch die Möglichkeit geben an gewissen Stellen zu sparen. Gerade wenn wir mit dem Camper unterwegs sind und selber kochen, müssen die Kosten doch hoffentlich überschaubar sein. Nachdem wir gehört haben, dass Neuseeland „unfassbar“ teuer sein soll, teilen wir in diesem Beitrag unsere Erfahrungen mit Dir, wo wir sparen konnten und ob Neuseeland unserer Meinung nach wirklich so extrem teuer ist. Achtung, es folgt direkt ein Spoiler: Nein ist es nicht!

Wie kommt man darauf, dass es so teuer ist?

Ein paar Gründe können wir Dir wohl direkt nennen: Reisezeit und Saison, Art der Fortbewegung, persönlicher Komfort und Art der Verpflegung.

Daher möchten wir hier nicht sofort sagen, dass diejenigen, die uns gesagt haben, dass Neuseeland unglaublich teuer ist, im Unrecht sind. Vielleicht waren es genau die oben beschriebenen Umstände, die den preislichen Unterschied machen.

Eines können wir nämlich auf jeden Fall sagen: Den Camper im neuseeländischen (Spät-)Sommer mieten…. da ist uns die Kinnlade runtergefallen, als wir gesehen haben, wie hoch der Preisunterschied ist. Wir haben noch zwei Wochen der Sommersaison mitgenommen, danach sind die Temperaturen spürbar gefallen, genau wie die Preise für den Camper (nur noch 1/3 des vorherigen Tagespreises)!

Erfahre hier mehr über das Reisen mit dem Camper durch Neuseeland. Worauf man achten sollte und eine Checkliste, die bei der Camperübergabe wichtig sein kann.
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Sparen im Supermarkt

Wir kaufen in den drei größten Märkten des Landes ein. PAK’nSAVE, Countdown und New World. Hierzu bedarf es je nach Region – besonders auf der Südinsel – ein bisschen Vorplanung, denn die Drei findet man hauptsächlich in den größeren Städten. Also vorher einfach mal das Navi befragen und mit der geplanten Route vergleichen. Es kann ebenfalls den Geldbeutel schonen, wenn man sich zuvor einen Essensplan macht und auf Vorrat kauft, anstatt jeden Tag neu zu entscheiden, was man einkaufen will. Zumindest landet nach unserer Erfahrung immer mehr im Einkaufswagen, als auf dem Zettel steht.

Aber auch wenn alles mal knapp werden sollte, kommst Du in Neuseeland immer wieder mal an einem Supermarkt vorbei, auch wenn die Gegend gerade nicht danach aussieht. Hier eine kurze Zusammenfassung wie Du den einen oder anderen neuseeländischen Dollar im Supermarkt sparen kannst.

PAK'nSAVE

Die Kette mit den wohl größten Ladenflächen und dem Motto der günstigste Supermarkt Neuseelands zu sein. Von der Aufmachung her eine Mischung aus Metro und Real. Nicht sehr schön eingerichtet, aber dafür groß und zweckmäßig. Und das Wichtigste: Je nach Aktion mit richtig guten Preisen! Es lohnt sich für uns immer jeden Gang durchzugehen und so unseren Vorrat etwas aufzufüllen.

Das große Gebäude der PAK'nSAVE Supermarktkette, wo man viel Sparen kann
Katy streift durch die Gänge einer PAK'nSAVE Filiale

Sticky Clubkarte

PAK’nSAVE bietet wie auch andere Supermärkte ihre eigene Karte zum Sparen an. Diese ist aber hauptsächlich zum Sammeln von Punkten gedacht. Leider ist diese für Touristen nicht geeignet, da man einen festen Wohnsitz braucht. Nach vier Wochen wird die Karte dorthin geschickt und dann lohnt es sich kaum noch mit dem Punktesammeln anzufangen. Aber nicht schlimm, denn die normalen Angebote bekommt man auch ohne Karte.

Preisübersicht nach einem Einkauf im PAK'nSAVE

Eigene Tankstellen

PAK’nSAVE hat auch eigene Tankstellen oder Tankstellen, mit denen sie kooperieren, wie z.B. der Z-Tankstelle. Halte auf jeden Fall die Augen auf, es kann sich preislich lohnen.

Countdown

Diese Supermarktkette haben wir schon in Australien kennengelernt. Dort heißt sie zwar Woolworth, hat aber dasselbe Logo und im Grunde auch ein ähnliches Konzept. Ist mit unseren Woolworth-Geschäften zuhause aber nicht vergleichbar, weil diese bei uns keine Supermärkte sind. Countdown kann man ein bisschen mit Edeka und REWE vergleichen. Ein gut sortierter und großer Supermarkt, der aber oftmals ein paar Cent über den Preisen von PAK’nSAVE liegt. Kein großes Ding, aber die Menge macht es. Hier schauen wir online vorher nach den Angeboten der Woche und entscheiden dann was hier günstiger ist.

Der Parkplatz und das Gebäude der Supermarktkette Countdown
Katy zeigt auf einen Aufkleber am Boden einer Countdown Filiale, die fürs Sparen wirbt

Onecard Countdown / AA Smart Fuel

Diese Bonuskarte bekommt man an jeder Kasse eines Countdowns sowie jeder BP oder Caltex Tankstelle. Man muss sie aber aktivieren und dabei eine Adresse aus Neuseeland angeben. Wir haben mal ganz dreist nachgefragt, ob wir hier eine feste Adresse haben müssen. Die Kassiererin hat dies nur verneint. Mit der Karte spart man bei ausgewählten Produkten im Markt und an den Tankstellen.

Beschilderung an der Tankstelle zum Sparen pro Liter
Eine Karte von Countdown zum Sparen an bestimmten Tankstellen
Eine Kreditkarte ist für Einkäufe etc. in Neuseeland sinnvoll und wichtig. Wir vergleichen verschiedene gute Reisekreditkarten und stellen sie Dir vor.
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New World

Ein dritter und recht neuer Konkurrent ist New World. Gefühlt gibt es diesen im Süden immer da, wo man einen der beiden anderen Großen erwarten würde. Im Grunde sehr ähnlich zum Countdown. Vielleicht etwas kleiner, aber dennoch mit allem was man braucht und viel mehr.

Im Supermarkt hat man gratis Wi-Fi mit max. 45 Min oder 45 MB (nicht viel, aber vielleicht kann es mal nützlich sein). Wenn man durch die Gänge schlendert, gibt es zwei verschiedene Angebotsschilder: Saver und Clubcard.

Die sogenannten „Saver“ gelten für Jeden und sind die Angebote der Woche, die man auch über den Weekly Mailer (Newsletter) oder online vorab checken kann.

Zusätzlich sparen mit der Clubcard

Clubcardangebote bekommt man, wenn man im Besitz einer Clubcard ist. Wie kommt man daran? In unserem ersten New World hat die Kassiererin ihre eigene Karte verwendet und in der zweiten Filiale haben wir dann eine eigene Touristen Clubcard aus Papier bekommen. Keine Registrierung erforderlich und die Angebote sind manchmal echt nicht zu unterbieten.

Die Tourist Club Deal Card von New World zum Sparen beim Einkaufen

Spartipps beim Tanken

Sparen mit Tankcoupons & Rabattabzug

Hier möchten wir es noch einmal kurz und knackig festhalten: Beispielsweise findest Du auf dem Kassenbon des PAK’nSAVE Supermarktes oft Tankcoupons für die eigenen oder kooperierenden Tankstellen. Auch der Supermarkt „Countdown“ bietet eine Karte an, mit der Du an der BP und Caltex pro Liter mehrere Cents sparen kannst. Meistens sind es 6 NZCent pro Liter, an manchen Tagen sparten wir sogar 10 NZCent pro Liter. Hierfür müsstest Du Dich allerdings registrieren.

Die Mobil-Tankstelle hat uns ebenfalls beim Tanken direkt eine Kundenkarte gegeben. So sparen wir auch hier bei jedem Tanken Geld. Registrieren mussten wir uns hier nicht.

Sparen bei der Wahl der Tankstellenorte

Egal, was Du wo sparen kannst, nach über 7.000 km hat uns die Erfahrung gezeigt, dass Tankstellen in den Städten meistens die teuersten sind. Einzige Ausnahme hatten wir Rotorua auf der Nordinsel, hier haben wir doch tatsächlich die günstigste Tankstelle mit NZD 1,22 gefunden. Dies entspricht etwa EUR 0,76 pro Liter, was im Jahr 2022 in Deutschland kaum denkbar ist. Dass wir außerhalb der Städte mehr sparen, hätten wir so nicht geglaubt, aber doch immer wieder erlebt. Beispielsweise mussten wir in einer Stadt tanken und haben NZD 1,69 / Liter Diesel gezahlt. Keine 40 km außerhalb lag der Preis schon bei NZD 1,39. Ein kleiner Unterschied, der am Ende eine Tafel Schokolade kosten kann. Wir haben daher immer unterwegs und zwischendurch getankt und da waren die Preise meist günstiger.

Sparen beim Übernachten im Camper

Beim Übernachten im Camper kann man ebenfalls sparen! Man hat immer die Wahl zwischen höherpreisig kostenpflichtig (NZD 30 – 50), kostenpflichtig (NZD 5 – 20) und gratis („freedom camping“). Dabei gilt es aber einiges zu beachten, denn eine illegale Übernachtung kann gut und gerne NZD 200 Strafe kosten.

Die günstigste Art der Übernachtung ist also das korrekte „freedom camping“. Dies hat meist aber die Voraussetzung, dass Du über einen „Self-Contained-Camper“ verfügst. Was dies bedeutet erfährst Du in unserem Beitrag zum Thema Camperleben in Neuseeland.

Bist Du gar nicht mit dem Camper unterwegs, sondern fährst mit einem Auto oder einem Hop On-Hop Off Bus durch Neuseeland, gibt es natürlich auch im ganzen Land verschiedene Unterkünfte wie Hostels und Jugendherbergen oder auch Farmstays und Bed & Breakfast, die in einem guten preislichen Rahmen liegen.

Weitere Spartipps

Trinkwasser

Trinkwasser aus dem Wassertank ist nur zu empfehlen. Es spart zum einen Plastikflaschen und zum anderen kostet es nichts! An Dump Stationen und Campingplätzen gibt es überall die Möglichkeit seinen Tank mit Trinkwasser aufzufüllen. Falls Du Dir ein bisschen unsicher bist oder Dir das Wasser zu komisch schmeckt, empfehlen wir Trinkflaschen mit Filter (wir haben sowohl diese BRITA Trinkflaschen* als auch die Active Variante*). Diese haben wir zuvor in Australien gekauft und sind super happy damit. Trinkflaschen mit Filter gibt es z.B. auch im Countdown in Neuseeland zu kaufen oder auch bei uns. Auch 2022 sind diese Trinkflaschen immer noch unsere treuen Begleiter, den Filter lassen wir in Deutschland allerdings weg.

Sparen mit Coupons

Aktivitäten kosten hier in Neuseeland teilweise schon echt einiges an Geld. Man kann viel kostenlos machen und ganz vorne dabei ist das Wandern und Spazieren gehen. In den AA-Reiseheften über die verschiedenen Regionen gibt es für fast alles was man so machen möchte diverse Coupons, mit denen man 10 – 20% oder gar mehr sparen kann. Die Hefte können kostenlos mitgenommen werden und Du findest sie z.B. an der Abholstation Deines Camper oder auch in jedem Info- und Visitor-Centre. Einfach mal durchblättern und viel Spaß beim Sparen.

Wie machen wir das?

Beim Thema Einkaufen machen wir uns einen Plan für die Woche und kaufen so nur ein was wir brauchen (mit ein paar Extras :-D). Das hilft uns sehr und wer eine extra Packung Nudeln oder Reis im Camper dabei hat, muss sich keine Sorgen machen, dass in den nächsten 500 km kein großer Supermarkt mehr kommt. Aber keine Angst, es gibt in jedem Ort immer einen Supermarkt oder einen Farmverkauf, auch wenn das nächste Örtchen nicht direkt um die Ecke ist.

Demnach gehen wir auch nicht täglich ins Restaurant. Natürlich gehört dies auch für uns ab und an mal dazu, aber hauptsächlich bereiten wir unser Essen selbst zu. Damit sparen wir auch eine Menge Geld. Uns ist wichtig, dass Du weißt, dass die Preise hier nicht überteuert sind! Manches ist um einiges teurer (teilweise sogar sehr, wie z.B. Paprika oder eine TK-Pizza), aber vieles ist auch günstiger und so ergänzt es sich unserer Meinung.

Um etwas Geld zu sparen hat Katy einen Salat zubereitet und Hähnchen gebraten

Beim Tanken achten wir immer auf die Preise und tanken, wenn uns dieser günstig erscheint (macht die Erfahrung mit der Zeit). Mit den Bonuskarten oder dem Tankcoupon nach einem Einkauf bei PAK’nSAVE können wir jedes Mal etwas sparen und selbst wenn es immer nur wenige Cents sind, am Ende macht es die Menge.

Unser Fazit zu den Preisen

Neben all dem Sparwahnsinn, sollte man nicht am falschen Ende sparen. Wir sagen uns immer, dass wir nicht bis an das andere Ende der Welt reisen, um dann nichts zu machen. Oft sind es die Dinge, die man gemacht hat, an die man sich erinnert und es wäre doch zu schade, wenn man keine großen Erinnerungen hat, weil man etwas aus Geiz nicht machen wollte. Also sparen ist gut und möglich, um das Geld für schöne Momente wieder zu investieren.

Dennoch müssen wir sagen, dass wir wirklich überrascht waren, dass es hier preislich unserer Meinung nach völlig in Ordnung ist. Klar, nicht alles ist günstiger, aber es ist auch nicht alles teurer, als bei uns zuhause. Da möchten wir jetzt auch nicht meckern, denn lieber so und es positiver erleben, als hier hin kommen und nur denken: „Ja Mist, die anderen hatten nicht nur recht, sondern es ist noch teurer als gedacht.“

Von daher: Lasse Dich selbst darauf ein und mache Dir Dein eigenes Bild. Vielleicht siehst Du es ja auch wieder anders.

Du möchtest wissen, wohin uns unsere Reise durch Neuseeland geführt hat? Dann schaue bei der Übersicht unserer besuchten Orte vorbei und lasse Dich für Deine Reise inspirieren.
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