mitrucksackaufreisen

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Wie alles begann

Eine Reise um die Welt – zunächst gar nicht vorstellbar.

Mit dem Reisen haben wir schon immer tolle Erlebnisse verbunden. Egal ob es ein All Inclusive Urlaub in Griechenland war oder einfach mit dem Auto und Zelt durch Norwegen. Den kompletten Jahresurlaub haben wir meist irgendwo verbracht, nur nicht zu Hause.

So schön das Verreisen während des Urlaubs auch ist, Du hast immer nur begrenzt Zeit, bis Du wieder bei der Arbeit sein musst. Und wie oft passiert es, dass Du bereits während des Urlaubs schon darüber nachdenkst, was sich vielleicht während Deiner Abwesenheit an Arbeit angesammelt hat und was auf Dich zukommt, wenn Du wieder da bist. Meistens ist die Entspannung schon nach kurzer Zeit wieder weg und auch wenn der Urlaub erst ein paar Tage her ist, kommt es Dir so vor, als wenn dieser schon Wochen zurück liegt.

“Die Angst hält Dich viel zu oft von dem ab, was Du eigentlich willst"

Ich kann mich noch gut an die Unterhaltung auf der Terrasse in unserer alten Wohnung erinnern. Wir sprachen über eine „große“ und „lange“ Reise. Eine Reise in die USA. Am liebsten die kompletten 90 Tage und dort alles mitnehmen, was nur geht. Für uns war dieser Zeitraum schon ziemlich lang. Schließlich konnte man auch diese Reise nicht mit den normalen Urlaubstagen im Jahr abdecken.

Aber sind wir mal ehrlich: Wenn man diesen Gedanken reifen lässt, reichen einem 90 Tage? Reicht jemandem dieses eine Ziel? Ziemlich schnell haben wir für uns herausgefunden, dass uns genau dies nicht reicht. Was ist mit Asien oder Südafrika? Werden wir Australien oder Neuseeland auch mal sehen? Kann man diese Teile der Welt in einem normalen Jahresurlaub so erkunden, dass man auch wirklich etwas vom Land gesehen hat und ohne lediglich behaupten zu können, dass man schon da war? Oder kann man – sofern der Arbeitgeber die angedachten 90 Tage USA ermöglicht hätte – es sich erlauben, direkt im nächsten Jahr noch einmal eine so lange Reise zu machen? 

Diese Fragen stellten wir uns immer wieder und so langsam ist der Gedanke gereift, sich auf eine längere Reise zu begeben. Nicht nur die in die USA zu reisen, sondern auch andere Teile der Welt zu sehen ohne konkreten Rückreisezeitpunkt und nicht unmittelbar danach wieder auf der Arbeit zu erscheinen und von der nächsten Reise zu träumen. Wir leben im Hier und Jetzt und für uns heißt es „Wenn nicht jetzt, wann dann!“.

Wir zappen durch das Fernsehprogramm. Kanal 41, 42, 43. Der Daumen auf der Bedienung hält inne. Es läuft eine japanische Anime Sendung.

Katy erzählt mir, dass sie schon immer von Japan als Land der japanischen Sprache und Schrift fasziniert ist. Prompt lagen auf dem Sofa Bücher über japanische Schriftzeichen und das entsprechende Übungsbuch, um diese nachzuzeichnen. Zwei hellleuchtende Augen schauen mich mit einer einnehmenden Begeisterung für dieses Land an und strahlten eine Hoffnung aus, eines Tages dieses Land mit allen Sinnen selbst zu erleben.

Über die letzten Jahre hinweg gab es einige dieser Momente, wo wir über Wünsche und Sehnsüchte sprachen. Über Orte, die einen magischen Reiz auf einen Ausüben, die uns begeistern oder neugierig machen.

Wir führen keine dieser „Bucket-Lists“ und auch keine „Bevor-ich-Tod-bin-möchte-ich-Liste“. Aber dennoch möchten wir in unserem Leben verschiedene Länder und Kulturen kennenlernen. Nach der Frage, ob wir eine solche Reise angehen wollen, folgt nun die Frage nach dem wohin, wann und wie am besten. 

“Falls wir das machen sollten, wohin könnte es gehen?"

Der Konjunktiv gibt uns den nötigen Spielraum diese Träumerei und Spinnerei offen anzusprechen und nicht direkt als unrealistisch oder unmöglich abzutun. Es muss realistisch geprüft werden, wie und wann dieses Ziel zu erreichen sein könnte. Schließlich würde jeder von uns beiden alles was er besitzt in diesen großen Topf, den wir zu Anfang „Weltreise“ genannt haben, geben. Wichtige Zutaten sind die Bereitschaft und der Wille eine Lebensveränderung einzugehen.

Die eigenen Träume und Hoffnungen an diese Reise benennen zu können und auf der anderen Seite alle Zweifel und Ängste offen anzusprechen. Dazu kommt die bisherige Lebenserfahrung sowie harte Fakten wie das Budget und die Gesundheit.

Kurz gesagt: Wir verändern beide unser bisheriges Leben, um sich selbst und gemeinsam einen Traum zu erfüllen. Es liegt unser erspartes Geld, unsere persönlichen und individuellen Hoffnungen, unsere Sehnsüchte und auch andere Emotionen in diesem gemeinsamen Topf. 

So hat für uns alles begonnen. Was wir bei unseren Reisevorbereitungen erlebt haben, wie unsere Route zustande gekommen ist und was man alles bedenken muss, kannst Du unter Vorbereitung lesen.

Schön, dass Du uns begleitest! Wir sind Katy und Edgar und erfüllen uns zurzeit einen großen Traum: Wir bereisen die Welt. Am 17. September haben wir unsere erste Weltreise begonnen. In unserem Blog berichten wir über alles, was wir unterwegs erleben. Denn wir sind mitrucksackaufreisen.   

 

Wir sind in der Heimat!

Ruhrgebiet (GMT +1)

 

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