mitrucksackaufreisen

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Wir packen unseren Rucksack

Eine ultimative und absolut perfekte Packliste wird es wohl nie geben und hängt unter anderem auch von Person und Zielort ab. Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, was wir wohl mitnehmen müssten und sehr viel Zeit darin investiert. Auch wenn man das meiste mit Sicherheit überall auf der Welt kaufen kann, möchte man ja doch schon so gut vorbereitet sein, wie es nur geht und nicht gerade am Anfang schon das ein oder andere ganz Wichtige vermissen müssen.

"Wir packen unseren Rucksack und nehmen mit

Nachdem wir in diversen Foren gestöbert, Bücher oder Beiträge gelesen haben, haben wir eine Übersicht für uns erstellt, was wir mitnehmen sollten oder können. Was haben wir bereits zu Hause? Was könnte man sich vielleicht zum kommenden Geburtstag oder Weihnachtsfest wünschen? Was müssen wir noch kaufen oder organisieren?

Aber eine spannende Frage bleibt natürlich auch: Wenn wir alles zusammen haben, passt alles in die Rucksäcke? Und wenn ja, können wir beide unsere Rucksäcke noch tragen? Als Backpacker ist das Gewicht des Rucksacks sehr wichtig, schließlich musst Du das Gewicht oft auch für eine längere Zeit auf dem Rücken tragen können. Daher war uns auch dieser Aspekt besonders wichtig und wurde auch beim Einkauf bereits berücksichtigt. Generell wird empfohlen nicht mehr als 20% seines Körpergewichts als Reisegepäck mitzunehmen.  

Nachdem wir soweit alles für uns besorgt haben, haben wir uns gemeinsam hingesetzt und jedes einzelne Teil, was seinen Weg in den Rucksack finden soll, abgewogen und notiert. Vielleicht ein bisschen pingelig, aber für uns die richtige Herangehensweise, da wir so einfach den besten Überblick haben. Demnach sind einige Dinge, wie beispielsweise auch bestimmte Hosen oder Oberteile wieder „aus dem Rucksack“ geflogen.

Auch wenn wir versucht haben uns auf das Nötigste zu beschränken, werden wir natürlich dennoch viel zu viel mitgenommen haben. Ich kenne uns doch. Für andere wird unsere Auswahl wahrscheinlich auch zu wenig oder vieeeel zu viel sein. Ich bin gespannt, was wir am Ende oft oder auch gar nicht gebraucht haben. Aber auch diese Erfahrung sollten wir machen.

 

Aber genug geschrieben, hier eine Übersicht über unsere Rucksäcke

1. Kleidung    2. Kosmetik   3. Medikamente   4. Technik   

5. Ausrüstung   6. Dokumente   7. Rucksack

Kleidung

Die Kleidung, ein gar nicht so leichtes Thema und das kann man wirklich wörtlich nehmen. Anfangs haben wir beide unsere Anziehsachen rausgesucht und vor uns hingelegt. Natürlich viel zu viel. Wer kennt es nicht, dass man für einen Urlaub von zwei oder drei Wochen immer mehr mitnimmt und am Ende feststellt, dass man die Hälfte nicht angezogen hat? Vielleicht auch frei nach dem Motto, weil es einfach in den Koffer gepasst hat? Je größer der Koffer/Rucksack, desto höher die Gefahr, dass man zu viel einpackt. Nun ist er Zeitraum deutlich länger, aber der Rucksack auch kleiner als der reguläre Rollkoffer, der Dich bisher öfters auf Deine Reise begleitet hat.

Dies heißt für uns: Aussortieren und nur mitnehmen, was wir wirklich brauchen. Und wo wir gerade kein „leichtes Thema“ angesprochen haben… Das Gewicht spielt auch eine große Rolle. Einige Oberteile oder Hosen haben es von vornherein nicht in den Rucksack geschafft, weil diese einfach im Vergleich viel zu schwer waren. Natürlich reden wir jetzt nicht von übermäßig hohen Gewichtsunterschieden, aber die Menge macht es aus und summiert das Gewicht. Selbst jetzt, wo wir den Beitrag schreiben und alles aufgelistet haben, merken wir, dass es auf jeden Fall immer noch zu viel sein wird. Aber wir haben am Ende alles abgewogen, es passt in den Rucksack und wir haben ihn zur Probe mehrmals getragen und es war in Ordnung. Und was am Ende doch nicht mehr in den Rucksack oder zu uns passt, muss wieder aus dem Rucksack fliegen.

Anziehsachen

3 x T-Shirts

4 x Tops

2 4 x Kleider (aus Hoi An, Vietnam)

1 x Cardigan

2 x Longsleeves

1 x Pullover

1 x Sweatshirtjacke

1 x Jeans

2 x Leinenhose lang

1 x Chino Hose

2 x Leggins

2 x kurze Hosen

1 x Regenjacke

1 x Sarong Tuch

1 x Schlafsachen-Set:

      1 x Top

      1 x kurze Hose

      1 x dicke Socken

2 x Multifunktionstücher

Unterwäsche für ca. 10 Tage

2 x Bikini-Sets

6x Socken

1 x feste Schuhe

1 x Flip Flops

1 x Schwimmschuhe

Katy Anziehsachen - einzeln
Katy Anziehsachen - reisebereit

Anziehsachen

6 5 x T-Shirts

2 1 x Muskelshirts 

 1 x Longsleeve

1 x Pullover

 1 x Fleecejacke

 1x dünne Jacke

 1 x Leinenhose lang

 1x Chino Hose

 1 x kurze Jeanshose (eine ist doch zu wenig, wenn es jeden Tag warm ist)

 1 x Regenjacke

 1 x Multifunktionstuch

Unterwäsche für ca. 10 Tage

1x lange Unterwäsche (wollen wir nicht vermissen! Besonders in Mehrbett-zimmern mit AC) 

1 x Badehose

 8 14 x Socken (nachgekauft)

 2x Wollsocken

 1x feste Schuhe

 1x Flipflops

 1x Schwimmschuhe

Edgars Anziehsachen - einzeln
Edgars Anziehsachen - reisebereit

Kosmetik und Pflegeprodukte

Auch für die tägliche Pflege ist gesorgt. Diese gehört für uns genauso dazu, wie ein leckerer Kaffee am Morgen. Natürlich auf ein Minimum reduziert und mal schauen, ob wir auch wirklich alles benutzen. Gerade dann, wenn Du nicht nur spezielle Kosmetikprodukte von den Marken XY benötigst, kann man das meiste auch unterwegs kaufen. Allerdings haben wir uns zu Hause noch einiges an Shampoo, Duschgel etc. abgefüllt, um den letzten Bestand von zu Hause noch leer zu machen.

Katy nimmt somit Folgendes mit auf die Reise:

1 x Zahnbürste

1 x abgefüllte Zahnpasta

1 x Knirschschiene

1 x Zahnseide

4 x Parfumpröbchen

1 x kleines Parfum

1 x Rasierer

1 x abgefüllte Tages- und Nachtcreme

1 x Deo

1 x Augencreme

1 x Waschgel

1 x abgefülltes Shampoo 

    und Conditioner

1 x abgefülltes Haaröl

1 x Duschgel

3 x Haargummis

8 x Haarspangen

1 x Haarbürste

1 x Jahresvorrat für die Menstruation

 In Edgar’s Rucksack könnt ihr folgende Dinge finden:

         1 x Zahnbürste

        1 x kleine Zahnpasta

        1 x Knirschschiene

         1 x Zahnseide

         1 x Minzbalsam (wer nach Thailand fährt, kann das hier günstig kaufen)

         1 x Pocket Body Wash und Shampoo   

         (probieren wir mal aus, nach 4 Monaten 

             noch nicht)

         1 x Nagelset

         1 x Deo

         1 x Haarwachs

         4 x kleine Parfumpröbchen

         1 x abgefülltes Shampoo

         1 x abgefülltes Duschgel

      1 x Rasierer

         1 x Stück Seife (noch nicht ausgepackt nach 4 Monaten)

         1 x kleiner Topf Gesichtscreme

         1 x kleine Tube Rei aus der Tube

links Edgar - rechts Katy
Pflegeprodukte reisebreit

Reisemedikamente

„Schatz, irgendwie habe ich Bauchschmerzen, ich glaube ich habe das Essen nicht vertragen.“ „Heute habe ich irgendwie Kopfschmerzen, aber ich möchte den letzten Tag hier noch genießen, bevor wir morgen weiterfliegen. Dass es uns nicht jeden Tag super gehen wird, ist uns vollkommen bewusst. Umso wichtiger ist es für uns gut versorgt zu sein, auch wenn wir gerade unterwegs sind und nicht mal eben zu einer Apotheke kommen oder einen Arzt aufsuchen können.

Natürlich haben wir uns auch bei der Planung immer mal wieder gefragt, was wir tun, wenn wir krank werden. Mit einer guten Krankenversicherung sind wir abgedeckt und auch den einen oder anderen Arztbesuch werden wir bestimmt auf der Reise mitnehmen. Aber was ist, wenn wir plötzlich Kopf- oder Bauchschmerzen bekommen und gerade mitten bei einer Tageswanderung im Regenwald sind? Oder Dir während einer Busfahrt übel wird und Du noch ein paar Stunden bis zum nächsten Zielort brauchst? Damit auch nicht sofort immer ein Gang zur Apotheke nötig ist, haben wir uns mit einigen Medikamenten eingedeckt, um für den Notfall etwas parat zu haben, was uns bei möglichen Beschwerden kurzfristig Abhilfe schaffen kann. Dieser Vorrat reicht im Notfall für einige Tage aus, sodass wir im Zweifel ein paar Tage versorgt sind, während wir nach einer Apotheke – oder im akuteren Fall – einen Arzt aufsuchen können, sofern es dann noch notwendig ist.

Tipp: Wir haben als Nachweis über die Medikamente alle Beipackzettel an die entsprechenden Medikamente angehangen.

So haben wir nun einen kleinen Notfallvorrat für folgende Beschwerden dabei:

Magen- und Bauchschmerzen
Durchfall

Kopf- und Gliederschmerzen
Anzeichen einer Erkältung
Wundversorgung
Fieberthermometer
Desinfektion

Alle Medikamente - einzeln
Alle Medikamente - reisebereit

Tipp: Viele Länder haben strenge Zollvorschriften. Für Medikamente, die wichtig für uns sind oder gar auch regelmäßig einnehmen müssen, haben wir uns von unserem Hausarzt eine entsprechende Bescheinigung geben lassen.

Technische Ausrüstung

Eine Reise für alle Sinne. Eine Reise für alle Gefühlslagen. Eine Reise für das Leben. Viele Menschen sagen, dass wir ganz viel erleben werden. Dass die verschiedensten Eindrücke der ganzen Welt uns verändern und prägen werden. Beim Gedanken an all das, was vor uns steht, schalte ich sehr schnell ab, da ich mir diese Vielfalt kaum vorstellen kann. Aber ein Gedanke summt mal lauter und mal leiser in meinem Kopf:

Was ist mit den tausenden von kleinen Momenten in den nächsten Jahren? Den hunderten von besonderen Situationen? Den einmaligen Erlebnissen? Um all das für uns festzuhalten, stellen wir uns die Frage: Was nehmen wir an Technik mit? Wie bei allen Dingen, die wir mitnehmen gilt besonders hier: Jedes Gramm wird zu einem Kilo! Um selbst zu sehen, was man durch die Welt trägt, trennen wir unsere Technikliste nach „Ohne losfahren ist quatsch“ und „Für den Spaß mitgenommen“.

In der „Ohne losfahren ist quatsch“ Liste steht:

Mobiles Endgerät

für E-Mails, Tickets, Onlinebanking, Maps, E-Visa, Fotos, Taschenlampe, Uhr etc.

Powerbank  2 Stück je 16.750mAh (61,9wH)

Stromadapter für weltweiten Einsatz

Gesamtgewicht:  1.507g

die schlanke Variante

Und das war es aus unserer Sicht schon, um eine Weltreise gut bestreiten zu können. Ohne das ganze mediale Tamtam drum herum (Reiseblog, Postkartenfotos, Videoblog etc.), reicht ein gutes Smartphone, eine Powerbank und ein Stromadapter zum Aufladen schon aus. Und für die Erinnerungen einfach ein schönes gebundenes Buch und einen Stift. Doch es geht auch anders.

Und so steht das hier in unserer „für den Spaß mitgenommen“ Liste:

 

Notebook 13,3“ mit Windows10

Zubehör: Ladegerät, Schutzhülle, MiniMaus

Notebook 13,3“ mit IOS

Zubehör: Ladegerät, Schutzhülle

Externe Festplatte 2x 2TB HDD 

Kamera Sony Alpha 6300 mit 50mm f1.8

Zubehör: Tasche, Ladegerät, Ersatzakkus, SD-Karten 128GB, externes Mikrofon 

Teleobjektiv E 55-210mm, F4.5 – 6.3 oss, 

Kamera Sony RX100 V 18-70mm f1.8

Zubehör: Tasche, Ladegerät, Ersatzakkus,  SD-Karten 128GB

Kamerastativ groß mit Kugelkopf, max. Höhe 138cm 

Kamerastativ klein mit Kugelkopf, max. Höhe 20cm 

Unterwassergehäuse für die RX100 V, max. Wassertiefe 40m

Smartphone Gimbel für schöne Videobeiträge

Multi-USB-Loader 40W, 5x 2.4A Wenn man nur eine Steckdose hat und der Adapter passt, dann ist es super praktisch und zeitsparend alle Geräte und Akkus gleichzeitig laden zu können. Die integrierten USB Ladebuchsen in den Stromadaptern reichen aus.

Ebook Kindle Oasis wasserfest, mit Beleuchtung und Büchern (bei der Verwaltung von Bildern und Videos, Schreiben von Beiträgen, Posten von Fotos in auf Instagram etc. bleibt bisher keine Zeit dafür, nach 4 Monaten)

Mobile Solarladezelle 3x USB  Der Gedanke aus Sonne Strom zu machen finde ich faszinierend. Ist bei Übergepäck sicher ein Streichkandidat. Es hat sich bestätigt. Leider ist die Solarzelle mit 800g zu schwer für unseren Rucksack und bleibt zu Hause.

 

Gesamtgewicht: 7.483g

Alle technischen Gegenstände - einzeln
Alle technischen Gegenstände - reisebereit

Hier wird schon deutlich, wie viel Last es dann in Wirklichkeit ist. Mit zusammen 8990g sind knapp 25% des Gesamtgewichts ausgeschöpft. Sicher werden wir unterwegs regelmäßig unseren Rucksack kritisch in allen Kategorien überprüfen und nach Nutzen und weniger Nutzen unterscheiden und gegebenenfalls auf etwas verzichten.

Ausrüstung

Unter der Kategorie Ausrüstung haben wir alles mit, was uns das Leben unterwegs leichter machen soll. Unser Equipment orientiert sich stark an unseren Erfahrungen, die wir beim Zelten und Wandern gemacht haben. Wir wissen, dass wir nicht für 13 Monate ins Outback, die Wüste oder in den Dschungel gehen. Trotzdem haben wir uns für das ein oder andere entschieden, was uns wichtig erscheint. 

Gemütlich zu Hause im eigenen Bett schlafen und ausgeruht in den nächsten Tag starten, könnte unter Umständen das ein oder andere Mal schwer werden. Daher haben wir großen Wert darauf gelegt, dass wir immer und überall gut schlafen können und uns jeder ein eigenes Schlafset zusammengestellt mit:

Schlafmaske, Reisekissen, angepasstem Gehörschutz und

Mikrofaserschlafsack – ein Kauf in letzter Minute. Wir nehmen unsere Seidenschlafsäcke zwar mit, allerdings haben wir viel zu spät gemerkt, dass die Seidenschlafsäcke eine Mumienform haben und unten enger zuläuft. Da wir uns allerdings viel zu gern auch mal ein bisschen im Schlaf herumwälzen, nehmen wir kurzfristig noch zwei Microfaserschlafsäcke mit, die von der Größe perfekt sind. Natürlich auch wieder mit mehr Platz und Gewicht verbunden, aber versuchen wir es mal.

Für die Reise haben wir noch diese Ausrüstung dabei:

Reisehandtücher in zwei Größen – schnell trocknend aber trotzdem flauschig.

Reisewäscheleine – flexible Verwendung als Seil oder zum aufhängen der Wäsche

kleine faltbare 10 Liter Rucksäcke für den Einkauf im Supermarkt

Regenponchos zum schnellen Schutz bei plötzlichem Regen

Zusammenfaltbare/r Schale und Becher

Besteckset – Messer, Gabel, Löffel mit Dosenöffner oder Flaschenöffnerfunktion,

so haben wir immer und überall die Möglichkeit mit unseren eigenen Einkäufen zu Essen.

Multifunktionstool – Werkzeug für alle Fälle

Kabelbinder – Man weiß ja nie wo man etwas befestigen muss. Außerdem haben wir so die Möglichkeit unser Gepäck mit den Kabelbindern zu verschließen.

Moskitonetz – im Boxformat für zwei Personen, imprägniert, Mesh:156 (nach WHO Richtlinie)

Anti-Moskitospray – für die ersten Tage zur Abwehr von Mücken. Danach werden wir uns mit den Mitteln aus dem jeweiligen Land eindecken.

TSA Schlösser – verschiedene Varianten zum Verschließen unserer Wertsachen. TSA Standard ist Pflicht, damit die Grenzbeamten bei einem Verdacht die Rucksäcke öffnen können.

Pacsafe – mit Stahl verstärkte Tasche zur Reduzierung der Diebstahlgefahr. 5L und 12L. Damit können wir unsere Wertsachen mit einem besseren Gefühl verschließen und ggf. im Hostelspind zurück lassen.

+++ Regenschirme – 2 1/2 Monate haben sie uns begleitet, doch in Siem Reap haben wir sie leider zurücklassen müssen. Durch den Transport löchrig geworden. Schade +++

+++ Essstäbchen – Neben dem Besteckset haben wir uns in Kyoto jeder ein schönes und für uns besonderes Paar Essstäbchen gekauft. Mit den eigenen Stäbchen isst es sich am besten. +++

Unsere komplette Reiseausrüstung - Schlafset, Handtücher, Pascafe, Cargobag

Reisedokumente

Das Gefühl, dass alles was man für die Zeit der Reise besitzt, in einen Rucksack passt, ist für uns wahnsinnig (und) spannend. Doch was ist, wenn der Rucksack aus Versehen in ein anderes Land fliegt als wir? Die wichtigsten Dokumente haben wir deshalb immer bei uns. Denn ohne einen gültigen Reisepass vorzeigen zu können, ist das Weiterreisen unmöglich und macht wenig Spaß. Daher legen wir in der Reisevorbereitung großen Wert auf vollständige Dokumente und digitale Kopien zur Absicherung bei Verlust und Diebstahl.

Tipp: Die wichtigsten Dokumente (Reisepässe, Kreditkarten & Führerscheine) immer unsichtbar und nah am Körper tragen. Wir haben unsere wichtigsten Originaldokumente in wasserdichte Hüllen verpackt. Diese wiegen sehr wenig und die Dokumente bleiben auch bei einer solchen Reise gut erhalten und lesbar.

Welche Möglichkeiten zur Sicherungen von Kopien gibt es?

1.  Dokument als Datei auf dem Notebook

2. E-Mail Postfach

3. Verschlüsselter USB-Stick

4. Cloudservice

5. Dateien in den guten Händen einer oft erreichbaren und vertrauten Person in Deutschland

Dabei ist zu beachten, dass dies sehr sensible Daten sind. Ein Diebstahl der Persönlichkeit kann zu großen Problemen führen. Daher gilt: Kopien und Sicherungen sind notwendig, aber nicht einfach willkürlich und ungesichert verteilen!

Neben der Sicherung unserer Daten haben wir ein Dokument angelegt, in dem wir all unsere wertvollen (vorrangig) technischen Gegenstände aufgelistet haben. Name, Seriennummer, Beschreibung, Kaufpreis, Kaufdatum, Kaufbeleg und das Gewicht. Das Ergebnis ist wie ein „Carnet ATA“. Eine Art Reisepass für Waren. In unserem Fall für unsere private Ausrüstung. Damit kann man bei jeder Zollkontrolle vorweisen, dass einem die Technik schon länger gehört und nicht geschmuggelt wird. Nebenbei verschafft man sich mit dieser Liste eine sehr gute Übersicht was im Rucksack mitgenommen wird.

Aber jetzt zu den Dokumenten, die wir im Einzelnen mitnehmen wollen und müssen. Die wichtigsten Dokumente für uns sind:

Alle wichtigen Dokumente - einzeln
Alle wichtigen Dokumente - Reisebereit

Reisepass – 32 oder 48 Seiten, leer und bis mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig.

Personalausweis

Führerschein

Internationaler Führerschein – nur in Verbindung mit dem europäischen Führerschein gültig, schnell und einfach im örtlichen Bürgeramt beantragen. In der Regel, bekommt man den sofort mit. (Wir sind in Thailand auf einem gemieteten Roller in eine Polizeikontrolle gekommen und konnten beide Führerscheine vorweisen. Damit waren wir die einzigen in der Schlange und durften ohne Strafe weiterfahren)

Impfpass – führen wir im Original mit. Reicht vermutlich auch als gut lesbare digitale Datei. 

Kreditkarten – Wir führen 4 Kreditkarten mit. 2 Prepaid Kreditkarten und 2 normale Kreditkarten. Jeweils eine Visa und eine Mastercard. Dazu haben wir die Rufnummern der Banken in unseren Mobiltelefonen eingespeichert, um im blödesten Fall, die Karten sofort sperren zu können. Des Weiteren haben wir einfach vierstellige Nummern auf unsere Kreditkarten geschrieben, damit der Dieb im besten Fall diese drei mal eingibt und uns mit der Sperrung der Karte zuvor kommen.

Tipp: Erteile für alle Eventualitäten eine Vollmacht an eine oder zwei Vertrauenspersonen zu Hause. Die können Dich im Notfall in Deutschland vertreten und in Deinem Sinne entscheiden.

Ausgedruckte genehmigte Visa – Wir sind während unserer Vorbereitung zu keiner Botschaft in Deutschland gegangen und haben dort persönlich oder postalisch ein Visa beantragt. Die meisten Länder auf unserer Route erteilen ein sogenanntes Visa on Arrival (also eine Aufenthaltsgenehmigung bei der Einreise) oder e-Visa (elektronische Visa, einfach online beantragen und bezahlen), um eine Aufenthaltsgenehmigung fragen. Wir haben bisher e-Visa und Aufenthaltsgenehmigungen für Vietnam, Australien, USA und Kanada vorher beantragt und ausgedruckt/digital bei uns.

Passfotos – für den Fall eines „Visa on Arrival“ haben wir pro Person 40 biometrische Passbilder mitgenommen. In vielen Ländern muss man zwei Passfotos für diesen Fall mitbringen. Wiegt nicht viel und wenn es mehr nicht ist. Gerne. (Wir haben nach 4 Monaten genau 2 Passbilder benötigt. Eins bei der Einreise nach Laos und eines zur Verlängerung des Thailand Visa. Nützlicher waren da die digitalen Passfotos für das E-Visa)

Wörterbuch – für alle Sprachen, die uns auf der Reise begegnen, kann man nicht jedes Mal ein gesondertes Wörterbuch mitnehmen. Aber wofür gibt es die Technik. Natürlich sind wir bemüht in jedem Land die einfachsten Worte zu lernen und zu verwenden. Wir denken, dass es uns und auch den Bewohnern dort viel Spaß macht, wenn wir einen guten Willen zeigen. Trotz ÜbersetzerApps haben wir ein Wörterbuch mit. Ein sogenanntes „Picture Talk“ Buch. Dort sind viele eindeutige Bilder gezeichnet, mit denen man sich im Zweifel verständigen kann. Hände, Füße, Apps, Bilder, Wörter begleiten uns durch die gesamte Reise.

Reiseführer – Wir haben im Vorfeld ein wenig über die einzelnen Länder gelesen. Da wir so frei wie möglich reisen wollen, möchten wir durch Empfehlungen oder einfaches treiben lassen die Welt erkunden. Oftmals entstehen so die schönsten Geschichten.

Die vielen anderen Dokumente, die im Laufe der Planung und Buchung einer solchen Reise zusammen kommen, haben wir entweder schon digital in unserem E-Mail Postfach oder wir haben diese eingescannt und somit auch immer dabei. 

Tipp: Wenn Dir 6 Euro für 4 Passbilder zu viel sind, kannst Du Dein Passbild mit ein wenig Equipment selber machen. So haben wir anstatt 120 Euro nur 5 Euro für das Ausdrucken an einem Fotoautomat bezahlt.

Jetzt haben wir in unserem kleinen gemütlichen zu Hause alles voll mit Reiseequipment. Der Weg durch das Wohnzimmer gleicht einem Hüpfkästchenspiel aus der Kindheit. Es wird Zeit alles in unsere Rucksäcke zu packen. Für die ersten Tage reicht es sicherlich, dass alles gut reinpasst und die Rucksäcke nicht zu schwer sind. Durch das ständige ein- und auspacken werden wir unser System schon finden.

Unsere Begleiter: die Rucksäcke

Unsere großen Rucksäcke sind unserer Körpergröße und Form passend ausgesucht. 

Katy hat einen Rucksack mit 50 Liter + 10 Liter Volumen.

Edgar hat 70 Liter + 10 Liter + Tagesrucksack auf seinem Rücken.

Dabei haben wir lange überlegt, welche Größe die beste für uns ist. Wir sind uns bis heute einig, dass ein zu großer Rucksack dazu einlädt, mehr als nötig mitzunehmen und  wir so dann schnell an unsere Belastungsgrenzen kommen. Ein zu kleiner Rucksack hingegen ist unkomfortabel und im Zweifel hängt im Laufe der Reise viel zusätzliches Equipment außen dran. Das verändert den Schwerpunkt und macht das Tragen über längere Zeit sehr unbequem. Soweit zur Theorie. Die Zeit wird uns zeigen und spüren lassen, wie es richtig geht.

Gut gefüllt, aber mit genug Platz für Erinnerungen
Daybags/Handgepäck - Mit dem nötigsten gepackt

Jetzt beantworten wir auch für uns die spannendste Frage der Reisevorbereitung, wenn es um das Packen geht. Wie schwer ist das ganze Equipment. Aufgeteilt auf zwei Rucksäcke.

Katy

kg
8 kg
Hauptrucksack
0 kg
Tagesrucksack

Edgar

kg
9 kg
Hauptrucksack
3 kg
Tagesrucksack

Nachdem wir das gerade gewogen haben, sitzen wir ein wenig erstarrt vor den Zahlen und wissen nicht so recht wie diese einzuordnen sind. Wir haben alles geprüft und haben nichts Überflüssiges entdeckt, daher werden wir mit diesem Gewicht die Reise antreten.

Unsere Glücksbringer - Gusti und die Hyroglyphen
Anker, Glücksklee und ein zweiter Schutzengel

Und damit alles gut geht, haben wir ein paar kleine Glücksbringer dabei. Diese erinnern uns an zu Hause. Wenn es einmal schwerer wird als erwartet, wissen wir woher wir kommen und wo es immer zurück gehen kann. Die Schutzengel beschützen uns vor allem Bösen auf dieser Welt. Der Glücksklee öffnet uns die Türe zum Glück und die zwei Armbänder mit den Ankern, erinnern uns an zu Hause und an unsere Familie, die unser Rückhalt ist. Danke für diese tollen Begleiter!

Wir haben ganz bewusst unseren Schmuck und unsere Eheringe für die Reise abgenommen. Wir müssen schon auf vieles achten und aufpassen, da ist für uns die Gefahr zu groß das wichtigste Zeichen unserer Ehe unterwegs zu verlieren. Aber ganz sicher wird sich unsere Beziehung, trotz zu Hause gelassenem Zeichen, vertiefen und um viele Geschichten und Erlebnisse bereichern. 

Schön, dass Du uns begleitest! Wir sind Katy und Edgar und erfüllen uns zurzeit einen großen Traum: Wir bereisen die Welt. Am 17. September haben wir unsere erste Weltreise begonnen. In unserem Blog berichten wir über alles, was wir unterwegs erleben. Denn wir sind mitrucksackaufreisen.   

 

Wir sind in der Heimat!

Ruhrgebiet (GMT +1)

 

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