Die Thermalparks Orakei Korako & Wai-O-Tapu

Die Region Rotorua ist für ihre vielen geothermischen Aktivitäten bekannt und daher auch ein beliebtes Ziel für Touristen. Viele Touristen, die sich für eine Reise nach Rotorua und ihre Umgebung entscheiden, werden mit Sicherheit schon einmal vom Thermalpark Wai-O-Tapu gehört haben. Da viele Besucher diesen Park auf ihrer „Must-Do Liste“ haben, beschlossen wir uns einen eigenen Eindruck davon zu machen, ob es auch für uns ein Must-Do ist. Um aber einen Vergleich zu ziehen, besuchen wir an einem Tag den Thermalpark Orakei Korako und am nächsten Tag das Thermal Wonderland Wai-O-Tapu. In diesem Beitrag möchten wir Dir beide Thermalparks zeigen, ein paar Informationen und Eindrücke geben und auch unsere persönliche Meinung dazu äußern.

Erster Tag: Orakei Korako

Unsere Anfahrt

Orakei Korako Geothermal Park, 494 Orakei Korako Road, Taupo 3083

Bevor wir in den Norden gefahren sind, haben wir an der Five Mile Bay am Lake Taupo übernachtet, einem kostenfreien Campingground für Selbstversorgerfahrzeuge. Grob gesagt liegt der Thermalpark mit einem kleinen Umweg ungefähr auf der Mitte zwischen Taupo (ca. 25 Minuten) und Rotorua (45 Minuten).

Stellplatz für Camper am Lake Taupo
Katy und Edgar sitzen zum Sonnenuntergang am Lake Taupo

Eintritt und Besucherzahl

Bei schönem Wetter kommen wir am Nachmittag gegen 14:00 Uhr am Park an und es stehen lediglich drei weitere Fahrzeuge hier. Dies macht für uns den Eindruck, dass es nicht besonders voll ist.

Der Park ist innerhalb weniger Minuten per Boot zu erreichen. Die erste Überfahrt beginnt morgens ab 9:00 Uhr und die letzte um 16:00 Uhr. Einen festen Zeitplan gibt es hier nicht, denn das Boot startet dann, wenn es gebraucht wird. Wenn Du wieder zurück möchtest, gibt es beim Anleger im Thermalpark einen Knopf, der das Boot ruft und Dich innerhalb weniger Minuten abholt.

Kleines Boot am Anleger vom Thermalpark Orakei Korako
Hinweisschild bezüglich einer Übernachtung auf dem Parkplatz von Orakei Korako

Alle weiteren Informationen bekommst Du auf der Homepage vom Orakei Korako Thermalpark. 

Der Thermalpark

Im gut ausgebauten Park gibt es Vieles zu bestaunen, hier gibt es bis zu 23 aktive und auch natürliche Geysire, Hot Pools und auch eine Höhle. Der Weg erstreckt sich auf knapp 2,5 km und die durchschnittliche Zeit ist bei ca. 1 ½ Stunden angesetzt. Schon bei der Überfahrt fahren wir direkt auf das dampfende Gebiet zu, was wir sehr aufregend finden. Dort angekommen, bleiben wir sofort an der „Map of Africa“ hängen, die einfach mit ihren Farben beeindruckt.

Im gut ausgebauten Park gibt es Vieles zu bestaunen, hier gibt es bis zu 23 aktive und auch natürliche Geysire, Hot Pools und auch eine Höhle. Der Weg erstreckt sich auf knapp 2,5 km und die durchschnittliche Zeit ist bei ca. 1 ½ Stunden angesetzt (klicke gern auf das fotografierte Schild, dann vergrößert es sich). Schon bei der Überfahrt fahren wir direkt auf das dampfende Gebiet zu, was wir sehr aufregend finden. Dort angekommen, bleiben wir sofort an der „Map of Africa“ hängen, die einfach mit ihren Farben beeindruckt.

Die Map of Africa mit Beschilderung
Katy steht direkt an der Map of Africa, die gleich zu Beginn des Thermalparks zu sehen ist

An jeder „Sehenswürdigkeit“ findest Du Schilder, die in verschiedenen Sprachen erklären, was Du gerade vor Dir siehst. Sogar auf Deutsch, was uns das Verstehen natürlich einfach erleichtert. Es ist interessant zu lesen, wie etwas entsteht, warum die Farben so sind wie sie sind und wie unberechenbar etwas sein kann. Wir zeigen Dir gleich bei den Eindrücken ein paar weitere Fotos.

Wie wir den Park fanden

Ob sich der Park gelohnt hat, können wir mit einem klaren „Ja“ beantworten. Man wird direkt mit einem WOW auf der anderen Seite begrüßt und wir hatten eine schöne Zeit dort. Wer etwas geruchsempfindlich ist, sollte darauf vorbereitet sein, dass es hier ordentlich miefen kann, aber das gehört dazu. Mit NZD 42 pro Person ist es nicht gerade das große Schnäppchen, aber die Überfahrt ist mit inbegriffen und man konnte kostenfrei dort schlafen, was wir sehr toll fanden. Wir hatten unsere Ruhe, keine Reisebusse oder laute Menschen und das tat echt gut. Ein für uns abwechslungsreicher Park, der den kleinen Umweg wert war.

Ein paar Eindrücke aus Orakei Korako

Für einen kleinen Eindruck findest Du hier ein paar Fotos. Es fiel uns echt schwer eine Auswahl zu treffen, weil an jeder Ecke was neues und tolles gewartet hat.

Thermal Wonderland Wai-O-Tapu

Unsere Anfahrt

Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, 201 Waiotapu Lood Road, Rd 3, Rotorua 3073

Wai-O-Tapu liegt ca. eine halbe Stunde südlich von Rotorua entfernt. Wir waren direkt früh am Morgen dort und der Parkplatz war schon sehr gut gefüllt.

Eintritt und Besucherzahl

Mit einem Eintrittspreis von NZD 32,50 ist es hier günstiger als im Park Orakei Korako.

Im Ticketpreis ist ebenfalls der Besuch des Lady Knox Geysirs inbegriffen, der sich nur wenige Fahrminuten vom Hauptpark befindet. Weiterhin kannst Du ebenfalls die sog. „Mud Pools“ besuchen, die auch nur ein paar Fahrminuten von Wai-O-Tapu entfernt sind. Diese sind grundsätzlich kostenfrei und für Jedermann zugänglich.

Eintauschen des gebuchten Onlinetickets

Sofern Du Dein Ticket online gekauft hast, musst Du es vor Betreten des Hauptparks an der Kasse gegen ein Papierticket tauschen. Wenn Du vorab den Lady Knox Geysir sehen möchtest, musst Du vorher nichts eintauschen. Hier kommst Du mit Deiner digitalen Buchung rein, die Du nur vorzeigen musst.

Auf der Homepage von Wai-O-Tapu findest Du ebenfalls alle wichtigen Informationen und aktuelle Preise. 

Der Park

An unserem Tag hat der Park seine Öffnungszeit von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr und von der Besucherzahl her ist hier schon deutlich mehr los. Reisebusse, große Touristengruppen und viele vereinzelte Autos. Man merkt, dass dieser Park für eine breite Masse angelegt ist.

Lady Knox Geysir

Der Lady Knox Geysir ist die erste „Sehenswürdigkeit“ des Tages, die etwas außerhalb des Parks liegt. Dort beginnt täglich um 10:15 Uhr eine Vorstellung und der dortige Parkplatz öffnet um 9:30 Uhr. Um den Geysir herum gibt es viele Sitzreihen und wir sind gespannt was uns in knapp 45 Minuten erwartet.

Die Vorstellung beginnt

Pünktlich um 10:15 Uhr sind alle Reihen gefüllt und es geht los. Eine Mitarbeiterin mit Mikrofon begrüßt uns über die Lautsprecher und können sie gut verstehen. Uns wird etwas über das Gebiet erklärt und über den vor uns liegenden Geysir. Das was wir jetzt gleich sehen werden ist ein Ausbruch des Geysirs, der künstlich herbeigeführt wird. Sie wollen eine Situation von damals nachstellen, wo man den Geysir entdeckt hat.

Eine Mitarbeiterin schüttet Seife in den Lady Knox Geysir
Der meterhohe Ausbruch des Lady Knox Geysirs

Die spezielle Seife, die sie gleich in den Geysir kippen wird, ist nach ihrer Aussage dabei vollkommen unschädlich für die Umwelt und den Geysir. Ebenfalls sagte sie, dass es sich um ein reines Naturprodukt handelt und sie daher nicht garantieren könne, dass der Geysir wirklich ausbricht. Aber er bricht aus und es sieht cool aus!

Der Hauptpark

Der Hauptpark ist in drei Walks gegliedert und Du kannst Dich frei entscheiden, was Du machen möchtest. D.h. Du kannst alle drei Walks laufen oder Du erläufst nur einen Teil, je nachdem worauf Du Lust hast. Offiziell werden Länge und Zeiten wie folgt angegeben:  

Walk Länge Dauer
1 1,5 km ca. 45 Minuten
1 & 2 2 km ca. 60 Minuten
1, 2 & 3 3 km ca. 90 Minuten

An der Kasse bekommst Du neben Deinem Papierticket auch eine Übersicht des Parks sowie Erklärungen in Deiner Sprache (falls vorhanden) zu den einzelnen Punkten. Laut Karte sind es insgesamt 23 Anlaufstellen, die Dich hier erwarten.

Der Weg ist einfach zu bestreiten, ab und an kommt mal eine Treppe oder es geht bergauf und bergab. Eine sehr schöne Strecke, bei der man viele Geysire, Krater und grüne Seen sieht. Ein paar Fotos findest Du auch hier wieder später bei den Eindrücken.

Der Champagne Pool

Die „Hauptattraktion“ ist hier wohl der Champagne Pool und die größte Thermalquelle des Landes. Vielleicht hast Du dieses Bildmotiv schon einmal gesehen, denn wir sind anhand ähnlicher Bilder überhaupt erst auf Wai-O-Tapu aufmerksam geworden:

Der berühmte Champagne Pool im Thermalpark Wai-O-Tapu
Eine Nahaufnahme eines Teils des Champagne Pools

Im Park selbst haben wir die Touristenmassen vom Parkplatz nicht mehr gesehen, denn er ist weitläufig genug, damit sich nicht jeder auf die Füße tritt. Nach unserem Eindruck scheinen die meisten Besucher aber auch nur den ersten Walk zu machen, denn bei den späteren Abschnitten des Walks waren wir teilweise sogar alleine. Die meisten Besucher haben sich um den Champagne Pool getummelt.

Die Mud Pools außerhalb vom Wai-O-Tapu

Die Mud Pools sind kostenfrei und für jeden zugänglich und wenn Du schon in der Nähe bist, kannst Du hier einbiegen und sie Dir anschauen. Es ist ausgeschildert und demnach gut zu finden. Hier wartet zwar kein buntes Highlight auf Dich, aber es ist sehr interessant anzusehen.

Die Mud Pools außerhalb des Thermalparks Wai-O-Tapu
Eine Nahaufnahme aus den Mud Pools mit aufsteigenden Schlammblasen

Wie wir den Park finden

Der Park ist unserer Meinung nach sehr gut gemacht und wir haben auch hier viel Spaß beim Besuch. Man sieht schon, dass es hier deutlich kommerzieller aufgebaut ist als im anderen Thermalpark. Aber im Park selbst verteilt es sich sehr gut und wir hatten nicht das Gefühl, dass es uns hier zu voll ist.

Auch finden wir die Informationen zu den einzelnen Geysiren und Kratern super und hilfreich. Es hätte unserer Meinung nach aber auch ausgereicht, wenn es generelle Tafeln an jedem Punkt gegeben hätte, als jedem Gast ein eigenes Blatt zu geben. Ist aber reine Geschmackssache und vielleicht hat es sich mittlerweile auch geändert.

Ein paar Eindrücke aus Wai-O-Tapu

Wir haben wieder versucht Dir anhand einer kleinen Auswahl so viel wie möglich zu zeigen. Auch hier war es ziemlich schwer die Bilder einzugrenzen, weil man so viel spannendes sieht.

Du bist Dir noch unsicher, was Du für die Reise einpacken solltest? Vielleicht hilft Dir unsere Packliste weiter, die wir speziell für eine Neuseelandreise optimiert haben.
Gelber Pfeil

Der direkte Vergleich beider Thermalparks

Für uns sind beide Parks eine Reise wert, aber wenn man sich lediglich einen Park anschauen möchte, dann würden wir persönlich jedoch eher noch einmal in den Orakei Korako Thermalpark fahren. Dieser ist zwar kleiner, aber für uns etwas idyllischer und gefühlt waren wir mehr in der Natur drin. Auch fanden wir die verschiedenen Farben viel intensiver, was uns einfach noch etwas mehr beeindruckt hat. In Wai-O-Tapu wirkte alles größer und länger und einfach für mehr Besucher ausgebaut, was zwar jetzt nicht negativ gemeint ist, uns aber im Vergleich nicht so angesprochen hat, wie Orakei Korako.

Wir haben uns einfach im kleineren Park wohler gefühlt und nehmen dafür den teureren Preis in Kauf. Dies ist aber lediglich unsere persönliche Meinung und es sind nur Kleinigkeiten, die uns so entscheiden lassen.

Es gibt noch mehr Thermalparks

Wenn Du Lust auf einen Thermalpark hast, dann schaue auch vielleicht einfach im Netz nach, denn es gibt noch andere Parks. Vielleicht sind auch Orte davon kostenfrei und für jeden zugänglich.

Auch wenn uns die Tage sehr gefallen haben, tuen wir uns mit diesen „Must-Do’s“ immer sehr schwer. Wir empfehlen Dir beide Thermalparks sehr gerne weiter (Orakei Korako ein bisschen mehr :-)), würden Dir aber nicht sagen, dass Du diese unbedingt machen musst. Wir hoffen aber, dass wir Dir hier einen kleinen Einblick geben konnten, auch wenn die Bilder oft nicht das zeigen, was man wirklich vor Ort erleben kann. Denn es sind nicht nur die Bilder, sondern auch einfach das Gefühl, der Geruch und die Geräusche hier.

In jedem Fall wünschen wir Dir viel Spaß bei diesem Erlebnis und dieser Erfahrung, egal in welchen Thermalpark es Dich am Ende verschlägt.

Ein letzter Hinweis: Nase zu und durch

Ein kleiner Hinweis noch an dieser Stelle: Unterschätze auf keinen Fall die Gerüche in den Thermalparks. Dies sind zwar die natürlichen Gerüche, aber es ist teilweise schon anstrengend durch die Gegend zu laufen, da es an manchen Stellen wirklich unangenehm nach Schwefel riecht. Wenn Du eine sensible Nase hast, solltest Du sie Dir an der einen oder anderen Stelle wohl mal zu halten.

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